Umgang mit technischen Risiken

Seit der Mitte des 20. Jahrunderts setzt auch die Museumswelt ein sehr grosses Vertrauen in die technischen Möglichkeiten. In Bautechnik, Klimatisierung, Sicherheit und Hochwasserschutz - um nur einige Bereiche zu nennen - kommen hochkomplexe technische Systeme zum Einsatz. Solange die Systeme wie geplant funktionieren und gesteuert werden, liegt alles im grünen Bereich. Spätestens wenn einzelne Komponenten ans Ende ihrer Lebensdauer oder des Supports kommen ist jedoch Gefahr im Verzug. Wer weiss, ob auch in Zukunft die Mittel da sind, die Systeme zu betreiben und zu unterhalten. Was geschieht wenn sie ganz oder teilweise ausfallen? Was geschieht bei einem längeren Stromausfall? Sind da z.B. die Mindestanforderungen bezüglich relativer Luftfeuchte noch zu halten?

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Perfekt nach dem Stand der Technik geplante, hochtechnisierte Infrastruktur eines Depots
- was passiert bei eine Strommangellage oder einer Havarie? (Foto: Prevart)

Unser Ziel wäre das resiliente, nachhaltige und wartungsarme Depot, das auch in einem längeren Notbetrieb noch eine annehmbare Aufbewahrungssituation für die eingelagerten Sammlungsbestände bietet. Dies ist eine zunehmend grösser werdende Herausforderung gerade in unseren Breitengraden in Anbetracht der globelen Klimaerwärmung.